Sonntag, 24. März 2013

MELANGO GmbH aus Chemnitz vor der Auflösung ?




Die MELANGO GmbH aus Chemnitz gehört ja derzeit zu den beliebtesten Firma im Internet. Mit einem kleinen Kunstgriff ist es Ihnen gelungen, eine vermeintliche Nische für sich auszunutzen. Mit viele Werbung und unglaublichen Versprechen locken sie Opfer an, die sich durch „Billig“ und „Schnäppchen“ angezogen fühlen, wie Motten vom Licht.. Klar : Gier frisst Hirn !

Auf diesen Seiten sagen dann die Anbieter aber dann :

Sorry, ab hier nur gewerbliche Interessenten!“

Damit umgehen sie geschickt die verbraucherschützenden Normen des BGB, denn für gewerbliche Kunden gilt bekanntlich eine Widerrufsmöglichkeit nicht.

Statt aber spätestens hier innezuhalten, melden sich die die „privaten“ Opfer trotzdem an und bekommen dann in kürzester Frist, mannigfaltige Liebesbriefe, wie Rechnungen, Mahnungen, Drohungen nach dem altbekannten Schema.

Als hätten die Menschen ( vermutlich sind es immer Gleichen) nichts, aber auch gar nichts von outlet.de, Gedichte-online.de und wie Seiten alle hießen, gelernt. Aber nun gut :

“Jeden Tag wacht ein Dummer auf, den man melken kann!“


Sterntaler und Scharfrichter, Hausmeister aus Paderborn und andere selbsternannte Heilige haben jetzt ihre virtuelle Existenzberechtigung wieder entdeckt und versorgen die „Opfer“ mit meist falschen juristischen Ratschlägen, die in erster Linie ihrem eigenen Ego helfen.

Dabei wäre die Sache doch relativ einfach :

  1. Bleiben Sie ruhig
  2. Reagieren Sie nicht, weder als privater noch als gewerblicher  Anmelder
  3. Zahlen Sie nicht !
  4. Meiden Sie die Gruppen, die Ihnen kostenlos Hilfe versprechen. Außer salbungsvollem Zuspruch hilft Ihnen dort niemand weiter.
  5. Wenn Sie weiter Ängste und/oder Befürchtungen haben, konsultieren Sie einen Anwalt.

Ihr Anwalt schafft es sicher, dass die MELANGO GmbH die Rechnungen offiziell storniert oder in beredte Schweigsamkeit verfällt.

Aus Chemnitz, dem früheren Karl-Marx-Stadt, der Stadt der Schlosser und anderer Internetaktivisten kommen jedenfalls im Moment deutliche Signale, die darauf schließen lassen, dass es bald vorbei ist mit Angeboten für Großkunden und andere Schnäppchenjäger.

Erst wird ein Kulanzangebot über 85,-- €  gemacht, dann folgt ein solches über 25,-- €. Man will ja schließlich sein Porto wieder reinbekommen .

Meine Mandanten ignorieren diese Bettelei einfach ! Und Sie ????

Ein Kollege teilte mir mit, MELANGO sei "unkaputtbar". Schönes Wort, aber ich halte Tage von MELANGO jedenfalls bis 2014 für gezählt, denn dann können wir mit neuen Wellen rechnen.

 
Und auch die o.a. selbsternannten Heiligen haben sich spontan zu Bekundungen hinreißen lassen. Sehr schön, nur weiter so.


Kommentare:

  1. Solange es rechtliche Grauzonen gibt (und das trifft nicht nur für den Handel im Internet zu) wird es auch immer windige (oder sind sie nur die besonders cleveren?!) Geschäftemacher geben, die diese finden und für sich ausnutzen.

    Und diese Angebotsseiten waren ursprünglich durchaus auch so angelegt, dass sowohl die (Vertrags-)Kosten als auch der Hinweis auf die ausschließlich gewerbliche Nutzung leicht übersehen werden konnten.
    Auch ist sicher nicht bei allen „Opfern“ das Gehirn durch Gier zerfressen.
    Es soll in unserem reichen Land durchaus eine zunehmend breite Bevölkerungsschicht geben, deren wirtschaftliche Lage sie zwingt, nach Sonderangeboten und Schnäppchen Ausschau zu halten.
    Dass diese Menschen dann besonders leicht in die Falle tappen und sich anschließend auch noch durch die Mahn- und Drohszenerie beeindrucken lassen, ist das Konzept dieser „Firmen“ – die Geldgier liegt wohl eher auf Seiten der Betreiber, aber das ist natürlich auch Ansichtsache...

    Insofern ist „unkaputtbar“ ein passendes Wort – Abzockseiten kommen und verschwinden wieder, wenn der Geldsack ausreichend gefüllt ist oder wenn bei zu großer Gier (die den Punkt des Aufhörens überschreiten lässt) auch mal die Staatsanwaltschaft auf die Bühne ruft.
    Aber es kommen wieder neue und noch buntere Seiten, so wie auch immer wieder neue Menschen Gefallen am Internet finden, die auf Schnäppchenjagd gehen und noch nie etwas von Abofallen gehört haben.

    Und so haben auch Anwälte ihr Betätigungsfeld, mal die Seitenbetreiber vertretend und dann wieder die Geneppten – was ihr gutes Recht und ihr Job ist, denn sie wollen und müssen ihren Lebensunterhalt schließlich auch verdienen.

    Überflüssig sind nur die „beratenden Heiligen“, die mangels zustimmender Leserschaft für ihre Schmähblogs nun die sozialen Netzwerke für ihre Machenschaften entdeckt haben und in scheinbarer Anonymität Betroffenen falsche Ratschläge erteilen. Sind sie auch „UNKAPUTTBAR“??? ;-)

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  2. Auch mir hatte die Gier das Hirn zerfressen, allerdings hatte ich die Gebührenpflichtigkeit bei der Anmeldung tatsächlich übersehen - und das war MIR passiert, einem Menschen, der wirklich sehr, sehr internet-affin ist.

    Es kamen dann alle möglichen Schreiben: Rechnungen, Mahnungen, Drohungen - das volle Programm halt. Ich habe kein einziges Mal darauf reagiert. Ich habe keinen einzigen Cent bezahlt. Und ich habe von diesen Spacken inzwischen schon seit langem nichts mehr gehört.

    Von daher kann ich nur jedem Betroffenen raten, Ihren Tipps zu folgen.

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