Samstag, 28. November 2009

Aus meiner Archivkiste

Im Moment kocht ja die Gerüchteküche über den Frankfurter Verein "nicht-abzocken e.V." hoch. Da ist von einem Judas der Rede, der alles für 30 Silberlinge verkauft hätte. Es ist zwar immer gut, mal in der Bibel zu lesen, aber das geht sicherlich zu weit.
Lassen wir den den Verein selbst einmal zu Wort kommen:

Lieber M. B., wir, der Verein Nicht Abzocken e.V.,verschwenden keine Spendengelder für Rechtsanwaltsgebühren, wir lassen diese von Sponsoren bezahlen. Herr Neuber kennt übrigens einige dieser Sponsoren, fragt Ihn doch mal was in der Vergangenheit passiert ist und fragt mal nach, ob es unter seiner Mandantschaft vielleicht noch Personen gibt, die die ein oder andere Gerichtskostenrechnung und den Gegenanwalt noch nicht bezahlt haben. Wir werden auf jedenfall die uns zustehenden Kosten eintreiben und das mit schöner Regelmäßigkeit. Wir lassen keinen Titel verjähren. Aber was reden wir, Sie, Herr B. gewinnen natürlich jeden Prozess. Sie brauche sich ja überhaupt keine Sorgen zu machen." 
So schrieb der Präsident, der sich Cheffe nannte, noch im April 2009.

Ein Hesse musste musste wegen verfehlter Öffentlichkeitsarbeit schon zurücktreten, wann folgt ihm der Präsident ?



Nachdem wir nun einiges an Prozeßkosten von dem Verein zu bekommen haben und wissen, dass da kein Sponsor (mehr) ist, machen wir uns doch ein bißchen Sorgen !

Kommentare:

  1. Zum Verhalten dieses Vereinspräsidenten, das wohl nicht nur die eingetragenen Mitglieder des Vereins entsetzt, fällt mir nur eine indische Spruchweisheit ein:

    "Einen Toren nennen die Weisen den, der ungelehrt und zugleich hochmütig ist, der arm und zugleich stolz ist, und den, der glaubt, ohne Arbeit zu Wohlstand kommen zu können."

    Er hat den Mund immer sehr voll genommen, dieser Herr Präsident, und seine Gefolgschaft sollte sich spätestens jetzt der Worte des deutschen Dichters Matthias Claudius (1740-1815) erinnern:

    "Beurteile einen Menschen lieber nach seinen Handlungen als nach seinen Worten; denn viele handeln schlecht und sprechen vortrefflich."

    Wenngleich man auch seine mit Kraftausdrücken verzierte Sprache nicht unbedingt als "vortrefflich" bezeichnen mag - "Heißluftgeblähe" trifft wohl eher zu.

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  2. Ich hörte, "nicht abzocken e.v." will jetzt mit dem "VSI" fusionieren, es hätte bereits erste Gespräche der Herren Trejtnar und Born gegebn?

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  3. "mb2frae hat gesagt…
    Ich hörte, "nicht abzocken e.v." will jetzt mit dem "VSI" fusionieren, es hätte bereits erste Gespräche der Herren Trejtnar und Born gegebn?"

    Ja, und Fastix weiss es aus erster Hand!

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  4. Es ist davon auszugehen, dass sich Herr T an den Meistbietenden verkaufen wird. Die freundlichen Nachbarn haben offensichtlich den Geldhahn zugedreht, darum wurde die rotglühende Werbeplattform vorerst dicht gemacht.

    Sobald sie wieder öffnet, wird man den neuen Geldgeber des Herrn T an den dortigen Lobpreisungen erkennen.

    Aus dem Vereinsnamen nicht-abzocken ist jedenfalls durch unfreiwillige Ironie ein schlechter Witz geworden. Die Tage dieses heuchlerischen Labels dürften gezählt sein.

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  5. Nachdem ein aktives Vereinsmitglied nunmehr mit Nachdruck und unter Androhung seines "fristlosen Austritts aus dem Verein" die Beantwortung einiger offener Fragen gefordert hat, sah sich der Präsident von Nicht Abzocken e.V. nun offensichtlich doch veranlasst, Antworten zu geben.

    Allerdings wird er in der Art seiner Stellungnahme kaum ein Mitglied dieses Vereins von seiner Loyalität überzeugt haben, unterscheidet sich sein neuerliches Statement keinesfalls von seinen "sonntäglichen Kläglichkeiten".

    Da kommt doch sehr deutlich seine Frustration über die verlorene Krone zum Ausdruck, wenn er es so gar nicht einsieht

    "...auf unverschämte Postings eines Herrn Frickemeier, mir ist bis heute noch nicht klar, wer den zum König gekrönt hat, zu springen oder Männchen zu machen."

    Hat das denn jemand von ihm verlangt?

    Seine Hoheit hat doch noch nicht einmal begriffen, dass es Fragen der Mitglieder seines Vereins und vieler nunmehr völlig verunsicherter Verbraucher sind, die Herr Frickemeier auf seinem Blog lediglich in die passenden Worte gekleidet hat.

    Aber zu einem Gekrönten gehört halt auch eine gewisse menschliche Größe und ein paar Charaktereigenschaften, von denen dieser Herr sehr weit entfernt ist.

    Seine gestammelten Antworten haben so gar nichts von "königlicher Größe", möge sich jeder selbst sein Urteil bilden...

    "Also nochmal, wir haben kein Geld bekommen. Wir haben anwaltliche Unterstützung bekommen, ein Geldfluss fand lediglich zwischen Spender und Anwalt statt. Eine Rechnung oder dergleichen haben wir nie gesehen. Also können wir auch nichts über die Höhe der Beträge sagen."

    "Hierüber wurde Stillschweigen vereinbart."

    "Es wurde keine Gegenleistung vereinbart."

    "Bekannt ist, dass es Grüchte in diese Richtung gibt."

    "Wir wissen es nicht!"

    "Warum, weiß ich nicht!"

    "Alles andere kann hier nicht bestätigt werden."

    "Nein gibt es nicht."

    "Nein, hierzu besteht zur Zeit kein Bedarf!"

    Da ist von einer einst viel heißen Dampf abgebenden Lok wohl doch nur ein kläglicher Schrotthaufen übriggeblieben.

    Oder um es mit Volkes Mund zu sagen: "Große Fresse und nichts dahinter!"

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